BLOG EINTRAG #21 - MALAYSIA

Um ehrlich zu sein, war mir von Anfang an relativ klar, dass Malaysia keine Chance hatte mit Thailand mitzuhalten. Eine einzelne Rakete nach einem gewaltigen Feuerwerk zu zünden ist eben nicht sonderlich spektakulär. Das Wetter war gut, das Essen günstig, die Leute freundlich, es gab private Einladungen zum Übernachten, der Islam zeigte erneut seine Gastfreundlichkeit, und dennoch fehlte das Besondere. Von der Straße aus gab es eher wenig zu sehen. Wäre es das erste Land der Tour gewesen, wäre ich wahrscheinlich unglaublich geflasht gewesen, so bleibt es bei einem „ganz nett“. Mit einer Übernachtung bei der Feuerwehr, einer gerissenen Kette und einem ernstzunehmenden tropischen Regen, gab es immerhin doch ein paar „Neuigkeiten“. Im Gegensatz zur Unspektakulärität meiner Fahrt Richtung Hauptstadt, hat sich jedoch Kuala Lumpur ein Sternchen-Stempel in meinem Tagebuch verdient. Vielleicht sogar Teddybär, muss ich nochmal drüber nachdenken. Der Verkehr dort ist ziemlich sicher bzw. bei weitem nicht so schlimm, wie in anderen Metropolen, die Petronas-Towers sind sehr ansehnlich, man kann feiern gehen und man bekommt alles, was man braucht (Ersatzteile, Elektronik, diesdas). Auch die Fahrradszene floriert, so trafen mein Host Zahir und ich bei einer freitagnacht-lichen Rad-Sightseeingtour unzählige weitere Pedalisten, die die Bicycle-Flagge in den Wind hielten. In der Indonesischen Botschaft wurde mir das 60-Tage-Visum verweigert, 30 Tage gibt es jedoch „on arrival“. Diese sind zwar um weitere 30 Tage verlängerbar, jedoch bedeutet das wahrscheinlich Stress und Warten. Am besten man verlegt den Ort des Wartens dorthin, wo man es eine Woche aushalten kann, irgendwo, wo man wunderBA LIeblichen Rotwein am Strand genießen, oder wie ein BaBA LIquor im Club zippen kann. …hab da schon so eine Idee.

Von KL ging es zu nächtlicher Stunde an den Hafen, um die Fähre nach Dumai, Indonesien zu nehmen. Dort traf mich zufällig ein warmshowers-member, der ein T-Shirt mit der Aufschrift „I AM CYCLIST“ trug. Dieses scheinbar unauffällige Meeting und ein unscheinbares Foto, hatte ein gewaltiges Ausmaß. Der Schneeballeffekt funktioniert auch dort, wo man nicht mal weiß, was ein Schneeball ist. Dazu jedoch mehr im nächsten Teil, Sumatra: Ich muss durch den Monsuuun, Tsunamigefahr und der Sumatra-Tiger ist hungrig. Meine Überlebenschancen sind gering, drückt die Daumen!!

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